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Schwäbische Alb Südrandweg: Vorbereitung
Seit Monaten schon trage ich mich mit dem Gedanken, einen der Fernwanderwege in Deutschland zu begehen. Heute habe ich mir zum ersten Mal ernsthaft mit dem Hauptwanderweg 2 des Schwäbischen-Alb-Vereins (Schwäbischer Alb Südrandweg) befaßt. Der Schwäbische Alb Südrandweg verläuft von Donauwörth über Giengen, Langenau, Ulm, Schelklingen, Erbstetten, Hayingen, Zwiefalten, Bingen, Sigmaringen, Beuron und Fridingen bis nach Tuttlingen immer am Südrand der Schwäbischen Alb entlang. Er ist etwa 260 Kilometer lang und in 13 bis 18 Tagesetappen machbar.

Ich habe von der Webseite des Schwäbischen-Alb-Vereins wieder einmal die pdf-Datei mit dem Wegverlauf heruntergeladen. Den Plan, den Weg in zwei bis drei Wochen am Stück zu laufen, habe ich gleich fallen gelassen. Daher habe ich zuerst einmal geschaut, ob die Etappenziele jeweils mit öffentlichen Verkehrsmitteln ab meinem Wohnort nördlich von Ulm erreichbar sind. Und siehe: die allermeisten sind es tatsächlich. Daher habe ich spontan beschlossen, den Weg ab dem 29. September jeweils dienstags in einzelnen Tagesetappen anzugehen. Morgens mit Bus und Zug in zwei bis drei Stunden zum Startpunkt der jeweiligen Etappe, dann vier bis sechs Stunden laufen, um anschließend mit Bus und Zug in zwei bis drei Stunden wieder zurück zu fahren.
Sofort habe ich mir beim Schwäbischen-Alb-Verein und bei Amazon einen Wanderführer (Schwäbische Alb: Wanderungen auf dem Nordrand- und Südrandweg (HW 1 und 2). Strecken- und Rundwanderungen) und Kartenmaterial für die ersten Etappen bestellt. Außerdem habe ich einen Wanderpass bei der Geschäftsstelle des Schwäbischen-Alb-Vereins angefordert, weil ich diese Leistung ja auch dokumentieren möchte.
Nun ging es in die konkrete Planung der ersten Etappe von Donauwörth nach Oberliezheim. Bus und Zug nach Donauwörth sind unproblematisch und selbst von Oberliezheim zurück gibt es einen Bus nach Dillingen und von dort einen Zug nach Ulm. Das war also unproblematisch und in 10 Minuten erledigt.
Ausgehend von meinen bisherigen Wandererfahrungen aus meiner Jugend und unterstützt durch die Checkliste im Tourenprogramm des Deutschen Alpenvereins (DAV), Sektion Ulm stellte ich mir als Nächstes eine Ausrüstungsliste zusammen:
- Am Körper
- Feuchtigkeitsableitende Unterwäsche
- Wanderhose
- Wanderhemd
- Wollsocken
- Wanderschuhe
- Am Gürtel
- Bahncard
- EC-Karte
- Ausweis
- Geld (ca. 50 Euro, für Fahrkarten und Essen)
- Mobiltelefon (für Notfälle)
- Spiegelreflex-Kamera
- Wanderkarten
- Im und am Rucksack
- Windjacke
- Fleece-Jacke
- Regenschirm
- Erste-Hilfe-Set (Pflaster, Verbandspäckchen, Schmerzmittel, Rettungsdecke)
- Toilettenpapier (für Notfälle in der Natur)
- Sonnencreme
- Sonnenbrille
- Sitzkissen
- Stift und Papier
- Wanderführer
- Wasserflasche
- Studentenfutter
Wirklich notwendig sind wohl nur die Dinge am Körper und am Gürtel (bis auf die Kamera). Das Erste-Hilfe-Set werde ich wahrscheinlich nie verwenden. Die schlimmsten Notfälle, die mir zustoßen können: Fuß verstauchen, Sturz, Herzinfarkt. Dafür brauche ich das Mobiltelefon, weil ich mir in diesen Fällen sicher nicht selber helfen kann.
Regenjacke und Regenschirm sind natürlich bei Regen komfortabel, aber selbst wenn ich ohne loslaufen würde und in einen Sturm käme, hätte ich immer noch genügend Energiereserven, um ins nächste Dorf zu kommen. Ebenso die Fleece-Jacke bei Kälte: Selbst bei einem Kälteeinbruch kann ich aus eigener Kraft und ohne nennenswerte Unterkühlung die Etappe abbrechen. Die dienen also eher dem Komfort und sind verzichtbar. Bei Außentemperaturen unter 10 Grad kommen die jedoch auf alle Fälle in den Rucksack bzw. an den Körper, und bei unter 5 Grad kommen noch Mütze, Handschuhe und Schal bzw. Bandana dazu.
Wasser und Proviant sind auch nicht unbedingt notwendig, da ich sicherlich drei Tage ohne Essen und Trinken auskommen kann (auch dafür habe ich genügend körpereigene Energiereserven). Außerdem gibt es sicherlich genügend Einkehrmöglichkeiten am Weg, die ich natürlich zu nutzen gedenke. Aber für den kleinen Hunger und Durst zwischendurch ist es vielleicht doch ganz bequem, etwas dabeizuhaben. Wenn ich es zünftig haben will, kann ich mir ja noch Tischtuch, Vesperbrett, Messer, Speck, Käse, Brot und Obst einpacken.
Stift, Papier und Kamera dienen zum Aufzeichnen von Eindrücken und sind der Kultur geschuldet, der Wanderführer wird wohl hauptsächlich auf der Hinfahrt zum Einsatz kommen, ist aber ansonsten ebenfalls entbehrlicher Luxus.
Auf diese Dinge, die der DAV Ulm in seiner Checkliste aufführt, habe ich verzichtet: Wanderstöcke, Biwaksack, Signalpfeife, Kompass und Höhenmesser. Schließlich bewege ich mich ja nicht in alpinem, weglosem Gelände.